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Die Beteiligung läßt zu wünschen übrig

März 11, 2010

Mit manchen Strafverfahren ist es wie verhext. In einer eigentlich noch recht übersichtlichen Strafsache hatte im Dezember der erste Hauptverhandlungs-termin stattgefunden. Die Hauptbelastungszeugin blieb dem Termin allerdings fern und eine weitere Zeugin reichte ein Attest ein, wonach sie erkrankt sei.

Also wurde ein neuer Termin im Januar anberaumt. Die Haupt-belastungszeugin war anwesend, die zuvor bereits „entschuldigte“ Zeugin hatte erneut ein Attest eingereicht. Ohnehin waren noch weitere Zeugen zu befragen, so daß für heute ein erneuter Verhandlungstermin angesetzt war. Die bislang „entschuldigte“ Zeugin sollte zuvor amtsärztlich untersucht werden, ob sie tatsächlich verhandlungsunfähig ist. Dieses führte dazu, daß die Zeugin spontan zugesagt hatte, auf jeden Fall zu dem Termin zu kommen.

Heute dann die Überraschung: Es fehlten nicht nur diese Zeugin und eine weitere Zeugin, sondern gleich auch noch mein Mandant.

Mein Mandant konnte dann ebenso wie die zuvor stets erkrankte Zeugin geholt werden, die weitere Zeugin war hingegen nicht erreichbar.

Also wird es nun einen vierten Termin geben. Um die Vertreterin der Staatsanwaltschaft zu zitieren: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Das gegen die Zeugin verhängte Ordnungsgeld dürfte der Hoffnung helfend unter die Arme greifen.

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