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Kahl und unansehnlich

März 20, 2010

Ein kurzes Wort vorab: Gelegentlich werde auch ich Beiträge zu diesem Blog beisteuern. Ich selbst bin seit einiger Zeit Rechtsanwalt in Stadthagen und arbeite überwiegend im allgemeinzivilrechtlichen Bereich. Jetzt aber zum Artikel:

Unser Mandant wird auf Schadensersatz verklagt. Er soll sich mit einer Motorsäge bewaffnet auf das nachbarliche Grundstück begeben und dort diverse Bäume und Sträucher auf 30 cm „zurückgeschnitten“ haben.

Ob die Bäume und Sträucher wirklich auf dem Nachbargrundstück standen bzw. ob unser Mandant das wusste oder wissen musste und ob der geforderte Schadensersatz (ein mittlerer fünfstelliger Betrag) der Höhe nach angemessen ist, ist Frage des Verfahrens und soll hier nicht interessieren.

Schön ist allerdings der letzte Satz der Replik des Klägers auf die Klageerwiderung:

„Denn durch die Kappung der schattenspendenden Bäume muss der Kläger nunmehr kahl und unansehnlich auf seiner Terrasse sitzen.“

RA Klenner

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