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Sich selbst überführt

März 29, 2010

„Der Beschuldigte als Helfer der Polizei“; diese oder ähnliche Formulierungen liegen einem auf der Zunge, wenn man so manche Ermittlungsakte liest.

Der eine Mandant hatte eine Digitalkamera und ein Fahrrad entwendet. Die Digitalkamera hatte er dann auch gleich ausprobiert, wobei der Mandant als Motiv des Testbildes sich selbst wählt. Einige Zeit später stellt er das entwendete Fahrrad ab und läßt in einer Tüte am Fahrrad auch die Digitalkamera zurück. Die Polizei wird es gefreut haben, auf der Digitalkamera das Lichtbild des – polizeibekannten – Täters vorzufinden.

Ein weiterer Mandant hat mehrfach Fahrzeuge im Straßenverkehr geführt, ohne über die erforderliche Fahrerlaubnis zu verfügen. Die Taten sind zwar noch nicht verjährt, wären ihm aber wohl nicht nachzuweisen gewesen, wenn sich der Mandant bei der Tatbegehung nicht gefilmt und die Videos auf seinem PC abgespeichert hätte. Als sogenannter „Zufallsfund“ sind die Ermittlungsbehörden dann nach einer Beschlagnahme des PCs in anderer Sache auch auf diese Videos gestoßen.

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