h1

Kupplungsgetriebe

April 28, 2010

Unser Mandant, ein Gebrauchtwarenhändler, wird wegen angeblicher Mängel zur Nachbesserung aufgefordert, zunächst durch den Gegener direkt, sodann durch eine Kollegin.

Merkwürdig dabei: Der Gegner behauptet (2 Monate nach Vertragsschluss), die Kupplung sei defekt, insbesondere die Kupplungsscheibe müsse ausgetauscht werden. Unser Mandant weist darauf hin, dass bei einem gebrauchten Wagen mit 200.000 km Laufleistung, der darüber hinaus – wie dem Gegner bekannt ist – hauptsächlich zu Forstarbeiten und damit eher in den niedrigeren Gängen gefahren wurde, Fehler an der Kupplung dem zu erwartenden Verschleiß entsprechen und damit keinen Mangel darstellen.

Die Kollegin behauptet daraufhin im anschließenden Schreiben, das Getriebe sei kaputt. Die Kupplung wird nicht mehr erwähnt.

Ich legitimiere mich und weise auf die Diskrepanz der jeweiligen Aussagen hin.

Darauf antwortet die Kollegin, defekt wäre hier … das Kupplungsgetriebe.

(Nur nebenbei: Die beigefügte Kostenvorschussrechnung spricht von einer auszutauschenden Kupplungsscheibe.)

Advertisements

2 Kommentare

  1. Naja, Jurist und Technik ist meist schon schlimm, Juristinin um so mehr. 😉


  2. sorry, sollte natürlich Juristin heißen – oder Juristinnen? 😉



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: