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Rollende Steine als Zeugen

Juni 7, 2010

Manchmal seufzen Richter nicht ganz zu Unrecht auf, wenn Sie wieder eine Klageschrift erhalten, an der „wenig dran“ ist. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, daß Anwälte auch eine Filterfunktion haben. So muß sich ein Anwalt so einiges anhören, welches das Ohr des Richters dann gar nicht mehr erreicht, weil der Anwalt seinem Mandanten verdeutlicht, daß mit der beabsichtigten Klage kein Blumentopf zu gewinnen ist.

Bisweilen muß der Anwalt sich dann auch ausgesprochen skurrile Sachverhalte anhören; so auch in diesem Fall.

Die Mandantin berichtete, daß sie ihre Geschwister auf Unterlassung in Anspruch nehmen wolle. Diese würden in der Öffentlichkeit unwahre Angaben tätigen, um sie herabzusetzen. Ihr guter Ruf sei in Gefahr.

Auf Nachfrage erläuterte die Mandantin, daß ihre Sorge ihrem guten Ruf in der Musikindustrie galt. Als Zeugen dafür, daß die Äußerungen ihrer Geschwister die Öffentlichkeit erreicht hatten, sollten die Rolling Stones benannt werden. Diese hätten die Äußerungen der Geschwister der Mandantin in ihren Songtexten verarbeitet…

An dieser Stelle des Gesprächs war es an der Zeit, die Mandatsübernahme höflich aber bestimmt abzulehnen, bevor die Sache „Out of Control“ geriet.

RA Müller

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One comment

  1. Ich schmeiße mich weg vor lachen! *gg

    Da droht der Anwalt selbst vermutlich, bald „Out of Control“ zu geraten …



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