h1

Kein Zeuge vorhanden? Dann weiß das doch bestimmt der Richter…

Januar 11, 2011

In einem zivilrechtlichen Rechtsstreit geht es darum, ob der Beklagte unerlaubt die Auffahrt des Klägers mit schweren Arbeitsmaschinen befahren und die Auffahrt hierdurch beschädigt hatte.

Der Anwalt des Beklagten verweist darauf, daß die Auffahrt auch vorher schon schadhaft gewesen sei. Da das streitig ist, formuliert er wie folgt:

Die Auffahrt war ohnehin abgängig. Das ist auch wohl weniger verwunderlich und dürfte gerichtsbekannt sein.

Eine Erklärung, aus welchem Grund das „weniger verwunderlich“ ist, bleibt der Beklagte allerdings schuldig. Ebenso erklärt er nicht, aus welchem Grund der vorherige Zustand der Auffahrt „gerichtsbekannt“ sein soll. Die Formulierung bringt dann auch genügend Zweifel an den eigenen Behauptungen zum Ausdruck.

Ob die Formulierung zumindest seinen eigenen Mandanten beeindruckt hat?

RA Müller

Advertisements

One comment

  1. sie wählen ihre zeugen , sie sichern den bestand . wo sich die rechte beugen , da ist ihr vaterland !



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: