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Ich lege Berufung ein, aber Pssssst! Das soll noch geheim bleiben…

Februar 1, 2011

Erreicht mich soeben durch das Landgericht ein Schriftsatz des anwaltlich vertretenen Klägers, dessen Klage in erster Instanz vollumfänglich abgewiesen worden war:

„Ich bitte darum, die Berufungsschrift der Gegenseite noch nicht zuzustellen bis die zuständige Rechtsschutzversicherung für die Durchführung des Verfahrens ihr Einverständnis erklärt hat.“

Aha. Also ich kenne das so, daß man den Gegner kollegialiter bittet, sich noch nicht bei Gericht im Berufungsverfahren zu melden bis über die Durchführung der Berufung entschieden worden ist. Das Gericht zu bitten, einen Schriftsatz zunächst geheim zu halten, ist ein „interessanter“ (und ersichtlich erfolgloser) Ansatz.

Nun dürfen Gericht und Beklagter gespannt sein, ob die Rechtsschutzversicherung, die bereits in erster Instanz für eine in meinen Augen völlig abwegige Klage die Deckungszusage erteilt hatte, auch die Deckungszusage für die Berufung durchwinkt.

RA Müller

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3 Kommentare

  1. Wenn es wenigstens ein junger Kollege war, könnten Sie doch großzügig ihm mal einen Tipp zur Praxis geben…


    • Zumindest Lebensjahre hat der Kollege mehr auf dem Buckel als ich.
      Wenn er im Übrigen einen Tipp haben möchte, kann er ja hier im Blog vorbeischauen 🙂



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