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Im „Schnelldurchgang“ durch die Vernehmung

Februar 7, 2011

Ich hatte meiner Mandantin auf deren Wunsch bei einer polizeilichen Vernehmung beigestanden. Nun hatte ich in der Vergangenheit bereits festgestellt, die mutmaßliche Länge solcher Vernehmungen nur schlecht einschätzen zu können. 

Ich hatte also recht großzügig Zeit in meinem Kalender für die Sache eingeplant, wobei der Sachverhalt vielleicht nicht ganz simpel, wohl aber zumindest überschaubar war.

Es dauerte dann doch drei Stunden (!) Vernehmung bis der Sachverhalt mit meiner Mandantin komplett durchgegangen worden war. Ebenso wie wohl auch meine Mandantin zog ich in Gedanken schon den Mantel an und dachte an das weitere Tagewerk, als der – im übrigen durchaus wohlwollende – vernehmende Beamte dem einen Strich durch die Rechnung machte und sinngemäß äußerte:

„So, nun haben wir die Sache ja einmal im Schnelldurchgang erörtert und können uns den Detailfragen zuwenden.“

Ich wage die Vermutung, daß selbst eine Gerichtsverhandlung in dieser Sache nicht so viel Zeit verschlingen würde.

RA Müller

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2 Kommentare

  1. Warum haben Sie die Vernehmung überhaupt der Polizei überlassen anstatt die Mandantin schweigen zu lassen und die Polizei ggf. an die Staatsanwaltschaft zu verweisen ?


    • In der Regewl bevorzuge ich eine schriftliche Einlassung, aber vorliegend war die Vernehmung durch die Polizei der zügigste Weg, das gegen meine Mandantin geführte Strafverfahren zu beenden 🙂 Auch das kommt (gelegentlich) vor.



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