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Ein Lob an RAe Seiler & Kollegen

Februar 9, 2011

Regelmäßig kommt es vor, daß man Ansprüche entschieden zurückweist und darauf hinweist, daß außergerichtlich keinesfalls Zahlungen erbracht werden, so daß die Gegenseite sich weitere Mahnungen ersparen möge.

Bisweilen ruft dann einige Zeit später mehr oder weniger entsetzt der Mandant an und verkündet, daß er eine Klageschrift oder einen Mahnbescheid erhalten habe. Warum sei dies denn nicht direkt an seinen Anwalt gelangt? 

Bisweilen liegt dann die Vermutung nahe, daß der Gegner hofft, der Mandant werde wegen der Klageschrift seinen Anwalt nicht kontaktieren, so daß im – für die Gegenseite – besten Fall wichtige Fristen versäumt werden.

Häufig dürfte auch einfach Nachlässigkeit bei der Fertigung der Klage vorliegen, so daß der gegnerische Kollege, der beim Anlegen der Akte vielleicht noch nicht bekannt war und nicht nachgetragen worden ist, schlichtweg übersehen wird. 

Vorliegend liegt die Mandantin im Rechtsstreit mit der Telekom Deutschland AG, die wie gewohnt vertreten wird von den Rechtsanwälten Seiler & Kollegen. Von diesen habe ich nun ein Schreiben erhalten, in welchem sie darauf hinweisen, einen Mahnbescheid beantragen zu werden.

Es sei jedoch im automatisierten Mahnverfahren nicht möglich, den Prozeßbevollmächtigten des Antragsgegners zu berzeichnen, so daß vorsorglich mitgeteilt werde, daß die Mandantin den Mahnbescheid direkt zugestellt erhalten werde.

Ein solcher Hinweis ist ebenso fair wie selten und darf durchaus lobend hervorgehoben werden 🙂

RA Müller

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5 Kommentare

  1. Und was soll das bitte für einen Sinn haben, einen Mahnbescheid zu beantragen, wenn man weiß, dass der Gegner anwaltlich vertreten ist und ohnehin nicht freiwillig zahlen wird?


    • Ich vermute fast, daß das eine generelle Anweisung der dortigen Mandantschaft ist. Sinn ergibt dies in der Tat wenig.


  2. Allerdings weiß ich z. T. nicht, ob der gegnerische Kollege seinen Mandanten ggf. nur außergerichtlich vertreten durfte, oder das Mandat bei Zustellung des Mahnbescheides vielleicht schon niedergelegt hat. Um Zustellungsmängel zu vermeiden, gehen auch wir daher den direkten Weg. Kollegialen Gruß aus Cottbus!


  3. Die Jungs sind echte Helden…in einem Rechtsstreit in eigener Sache gegen die Telekom haben sie erst die Verteidigung angezeigt um dann anzuerkennen…Kostenschinderei?

    Achso. Vollstrecken musste ich das Anerkenntnis auch noch…


  4. Ich lach mich echt schlapp, sowas ann dochjeder shreiben. Auch eine Angestellte von S&K nur damit mal die Kanzlei gelobt wird.



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