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Isch ‚abe gar kein Kabel

März 4, 2011

Ich bin beauftragt, Forderungen der Kabel Deutschland abzuwehren. In der Sache habe ich u.a. den Widerruf des geschlossenen Vertrages erklärt.

Kurz darauf erhalte ich ein Schreiben der Gegenseite etwa folgenden Inhaltes:

„Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Klenner,

mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass Sie Ihren bestehenden Vertrag mit Kabel Deutschland gekündigt haben, was hiermit bestätigt wird. Ihr Vertrag endet am 30.11.2011. Bitte reichen Sie binnen 14 Tqagen nach Vertragsschluss die Ihnen überlassenen Sachen hier herein, andernfalls schulden Sie Schadensersatz in Höhe von XYZ.“

Ansonsten natürlich kein Aktenzeichen von uns, keinerlei Hinweis auf meine Mandantin – lediglich die „Verbrauchsstelle“ wurde angeführt, was es mir sehr schwer machte, die Sache überhaupt zuzuordnen (letztlich gelungen, aber immerhin).

Ich habe erstmal zurückgeschrieben und sämtliche Forderungen gerichtet gegen meine Person zurückgewiesen – ich habe nämlich überhaupt keinen Vertrag mit Kabel Deutschland.

Die diesbezüglichen hier angefallenen Rechtsanwaltsgebühren für dieses Schreiben habe ich übrigends gleich mit angefordert. Mal sehen, was die Gegenseite dagegen einwenden wird…

RA Klenner

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6 Kommentare

  1. Und da wundert es noch das die Menschen immer gleich zum Anwalt gehen (müssen)?


    • Außerdem tun sich bei dererlei Bearbeitung durch die KDG ganz neue Gesichtspunkte der „Anwaltshaftung“ auf 😉


  2. Ist das „Zeichen“ von KDG irgendwas mit O19 oder O17? Dann sinds die Standardschreiben und Sie wurden als Postempfänger eingefügt. Der andere Teil des „Zeichens“ ist der Bearbeiter.
    Das Verwaltungssystem von KDG kennt keine Zeichen der Gegenseite und auch keine Abweichung vom Adressaten und Vertragspartner. War sehr lustig, wenn der DRV Bund Forderungen aus übergegangenem Recht gegen KDG geltend gemacht hat.
    Variante 1: Sie erhalten eine Absage, weil Sie nicht Vertragspartner sind und man Ihnen keine Auskunft geben darf. (Passiert auch mal nach 5 Schriftwechseln)
    Variante 2: Sie erhalten schlicht gar keine Antwort.
    Variante 3: Sie erhalten den gleichen Brief nochmal.
    Variante 4: Wider Erwarten schreibt einer der Callcenteragents einen sog. O61, also einen Freitextbrief an Sie.


    • Rechnet KDG also nicht damit, daß sie Post von anderen als den Vertragspartnern erhalten? Die Realität dürfte KDG eines Besseren belehrt haben.

      Aber schön zu hören, daß auch andere mit diesem Unfug zu kämpfen haben 🙂


  3. Kabel Deutschland war doch aber vor ca. einem Jahr schon in den Schlagzeilen wegen rechtswidriger Erschleichung von Vertragsabschlüssen, oder? Die scheinen sich ja an den GEZ-Maschen ganz gut ein Beispiel zu nehmen.

    Na ja … wenn man nicht durch Leistung überzeugen kann.


  4. […] Hier hatte ich bereits darüber berichtet, dass mich Kabel Deutschland (anstatt einer Mandantin) persönlich angeschrieben hatte und mir in Aussicht gestellt hatte, sollte ich diverse Sachen nicht zurückgeben, mich auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen. […]



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