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Musik wird oft als Lärm empfunden…

März 11, 2011

Nichtsahnend wählt man die Rufnummer des gewünschten Gesprächspartners. Doch anstatt eines Freizeichens brüllt einem ein Schlagerstar ins Ohr oder kreischt einem ein chartstürmender Teenie-Superstar seinen neuesten Hit entgegen – zumeist in einer Lautstärke, daß man meint, man habe auf Lautsprecher gestellt.

Jeder mag die Musik hören, die ihm Freude bereitet. Aber ist es wirklich erforderlich, seinen Musikgeschmack jedem Anrufer aufzudrängen?

Warteschleifen“melodien“ können ebenfalls Begeisterung auslösen. Morgens um kurz nach 08:00 Uhr: Für einen Mandanten benötige ich eine Auskunft von einem Gewerbetreibenden. In der Warteschleife werden mir Apres-Ski-„Hits“ förmlich entgegengeschmettert.

Als Nordlicht ist man versucht, direkt wieder aufzulegen, wenn man am Morgen mit derartiger Musik konfrontiert wird. Als Jurist fängt man an zu prüfen, ob man das wohl unter den Tatbestand der „Körperverletzung“ subsumieren kann.

RA Müller

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9 Kommentare

  1. Oh ja, das kenne ich. Und mir tut jeder leid der bei mir Privat anruft und ich ihn auf den zweiten Apparat durchstellen muss. Bei unserer günstigen TK-Anlage (sofern man das Wort verwenden will) ist die Musik ebensofest eingebaut wie nervtötent.


    • Was wird denn da zum Besten gegeben? 🙂


      • Wenn ich den Anrufern glauben kann „Eine kleine Nachtmusik“. Aber in ganz üblen Synth.


  2. Zumindest dürfte der Tatbestand der seelischen Grausamkeit erfüllt sein, nöch?! ;o)


    • Da wird einem die Warteschleife der Allianz direkt sympathisch 😀


      • Absolut … finde auch dass die Allianz-Warteschleifenmusik (PKV) sehr angenehm ist … und auch schon seit zig Jahren unverändert


  3. Bei Warteschleifen im Bereich Service + Support könnten nervtötende Tonfolgen auch den Sinn haben, den Anrufer zum Auflegen zu bewegen.
    Eine Zeit lang war die Wartemusik bei Vodafon genau mein Geschmack, habe mir sogar den Titel runtergeladen. Die derzeitige Interpretation hingegen ist – nach meinem Geschmak – unzumutbar und ich verwende für Anfragen Email.


    • Sagen Sie das nicht zu laut, sonst kommen die Verantwortlichen noch auf ganz fiese Ideen. Wenn ich mir vorstelle, in einer Warteschleife mit Volksmusik beschallt zu werden…


      • Die Wartemusik wird ja von Marketingleuten (ich habe keine gute Meinung von diese Berufsstand) festgelegt. Sie soll das Image der Firma unterstreichen.
        Volksmusik dürfte da eher nicht passen. Jedenfalls nicht bei Firmen, die aufgrund ihrer Größe eigene Marketingleute beschäftigen.

        Bei kleineren, inhabergeführten Unternehmen lief schon mal die Lieblings-CD des Chefs als Wartemusik. Darauf angesprochen, daß die Musik nicht jeden Geschmack trifft, wurde kurzerhand die CD durch eine neutrale Ansage (bitte warten) ersetzt.

        Bei Konzernen mit eigenen Markletingleuten weiß man selbst, was gut für den Kunden ist, das braucht denen keiner zu erzählen *).

        *) wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten.



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