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Doppelt hält besser?

Mai 12, 2011

Die Massenverfahren, über die ich bereits mehrfach berichtet hatte, bereiten den Gerichten ersichtlich einen Arbeitsaufwand, dem kaum Herr zu werden ist. So werden die Gerichte mit Klagen überhäuft, die in dieser Zahl bei unveränderter Personalausstattung nicht zeitnah zu bearbeiten sind. Vor diesem Hintergrund sind die Gerichte ersichtlich um eine vereinfachte Verfahrensweise bemüht, bei der etwa vorbereitete Terminsprotokolle zum Ankreuzen vorgehalten werden oder soweit irgendwie möglich ohne mündliche Verhandlung entschieden wird, was wiederum sehr zu begrüßen ist.

Angesichts der Masse an Verfahren ist es dabei nicht verwunderlich, daß bisweilen auch Fehler passieren. So sind jetzt bereits mehrfach meine Schriftsätze nicht dem Gegner, sondern mir selbst zugestellt worden.

Jüngst erhielt ich dann eine Klageerwiderung der Gegenseite. Eigentlich nicht ungewöhnlich – wäre da nicht die Tatsache, daß die Gegenseite in diesem Verfahren längst erwidert hatte, so daß ich nun bis auf das Datum zwei inhaltsgleiche Klageerwiderungen vorliegen habe. Die Berufung auf den Grundsatz „doppelt hält besser“ wird der Gegenseite allerdings auch keinen Erfolg bescheren 😉

RA Müller

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