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Die Pistole auf die Brust gesetzt

Juli 6, 2011

Auch sehr schön das Schreiben eines Rechtsanwaltes an den Haftpflichtversicherer:

„Ich fordere Sie nun letztmalig auf, über meinen Vergleichsvorschlag nachzudenken und gebe Ihnen hierzu eine Frist von zwei Wochen. Andernfalls werde ich mich beim Vorstand Ihres Versicherungsunternehmens über Sie beschweren!“

Ich gehe einmal davon aus, daß der Kollege in den zwei Wochen nicht nur eifriges Nachdenken, sondern eine Zahlung bewirken wollte.

Zuvor hatte der Kollege Ansprüche geltend gemacht, die – selbst wenn man die Richtigkeit der von seinem Mandanten behaupteten Tatsachen unterstellt – massiv überhöht waren. Nach Ablehnung der Zahlung unterbreitete er einen erneut deutlich überhöhten Vergleichsvorschlag, auf dessen Nichtannahme er dann mit obigem Schreiben reagierte.

Der Kollege sei versichert: Der Versicherer hat die Frist eingehalten und wie gefordert über das Vergleichsangebot nachgedacht. Und ja, es blieb bei der Ablehnung.

RA Müller

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2 Kommentare

  1. Gut gebrüllt, Löwe – oder eher unsäglich peinliches und ebenso uneffektives Gedröhne zur Beeindruckung des eigenen Mandanten? 😉


    • Ich gehe davon aus, daß sich Versicherer deutlich eher von Klagen zu einer Zahlung bewegen lassen als durch völlug unnötige „Ich-schreibe-an-Ihren-Vorstand“-Drohungen. Ja, ich finde das irgendwie peinlich 🙂



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