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Ganz schön dreist!

September 8, 2011

Die Mieterin war aus der Wohnung des Mandanten ausgezogen. Die Miete hatte sie die letzten Monate nur teilweise gezahlt. Die Betriebskostenabrechnung wies eine Nachforderung von über 500,- € auf.

Da der Vermieter davon ausging, daß die Taschen der Mieterin leer sein würden, verzichtete er zähneknirschend darauf, seine Ansprüche gegen die Mieterin gerichtlich geltend zu machen … und wurde nun von der Mieterin überrascht.

Unverdrossen beantragte diese Prozeßkostenhilfe für eine Klage auf Rückzahlung des ursprünglich vereinbarten Kautionsbetrages (nebst Zinsen). Dabei verlor sie kein Wort darüber, daß der Kautionsbetrag bereits kurz nach Mietbeginn auf ein Drittel herabgesetzt worden war. Dieses hatte sie dem Vermieter seinerzeit sogar schriftlich bestätigt.

Wir fassen zusammen: Die Kaution besteht ohnehin nur noch aus einem Drittel des verlangten Betrages. Bereits die Betriebskostennachzahlung beläuft sich auf einen höheren Betrag. Hinzu kommen die ausstehenden Mietzahlungen. Ach ja, da wären auch noch die hinterlassenen Schäden an der Wohnung…

Bisweilen kann man nur ungläubig mit dem Kopf schütteln.

RA Müller 

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