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Akteneinsichtsantrag feiert Jubiläum

Oktober 4, 2011

In Strafverfahren ist es für den Beschuldigten zwar nicht stets aber doch zumindest regelmäßig vorteilhaft, wenn das Ermittlungsverfahren sich möglichst lange hinzieht. Es dürfte jedoch nachvollziehbar sein, daß viele Beschuldigte das anders sehen, schließlich schwebt dann um so länger das beunruhigende Damoklesschwert des laufenden Strafverfahrens über ihnen.

In einer laufenden Strafsache war sich der Mandant nicht sicher, was ihm denn überhaupt vorgeworfen wurde. Die ganze Geschichte wirkte recht verworren. Vor der Polizei hatte er bereits eine Aussage gemacht, nachdem ihm vorgehalten worden war, daß man ihm „Betrug“ vorwirft. Worin der Betrug bestehen soll, war meinem Mandanten allerdings selbst nach seiner Aussage noch nicht klar.

Als ihn dann die Polizei erneut vernehmen wollte, erschien es ihm ratsam, vor einer weiteren Aussage lieber einen Anwalt zu konsultieren. Ich beantragte also zunächst Akteneinsicht.

Diese Woche feiert mein  Akteneinsichtsantrag nun einjähriges Jubiläum. Bis auf eine kurze Mitteilung, daß die Akte gerade nicht zur Verfügung stehe, eine Sachstandsanfrage allerdings bereits veranlaßt worden sei, verblieb ich ohne Rückmeldung. Auch diese Mitteilung liegt bereits neun Monate zurück. Ob es die Akte wohl überhaupt noch gibt? Ob sie nach Bielefeld versandt worden ist? Man weiß es nicht… 😉

RA Müller

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2 Kommentare

  1. Tjou, dann würde ich sagen: Glückwunsch und Konfetti für alle, hm? ;o)



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