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Szenen aus dem Gerichtssaal XVI

Oktober 12, 2011

In einer Strafsache wurde einer der Angeklagten in der Hauptverhandlung gefragt, woher denn die Geldscheine von über 2.000,- € stammten.

Antwort des Angeklagten:

„Die haben wir zufällig gefunden.“

Auf erneute Nachfrage des Gerichts stellte der Angeklagte dann klar, mit einer Brechstange in das in der Anklageschrift bezeichnete Wohnhaus eingebrochen zu sein und dort das Geld „gefunden“ zu haben. So ein Zufall aber auch…

War also wohl doch keine Fundsache im Sinne des BGB.

RA Müller

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5 Kommentare

  1. Was wäre wenn er nach der Behauptung die Geldscheine gehörten ihm geschwiegen hätte ?


  2. Dann hätte man ihm anhand der Aktenlage vermutlich die Tat nachgewiesen, wobei ich zugegebenermaßen die Akte betreffend diese Tat nicht im Detail kenne, da es sich nicht um meinen Mandanten handelte.


  3. also auf einen brieflos-gewinn konnte er es wegen der aktenlage auch nicht schieben?;)


    • Hehe, ich habe gewisse Zweifel, daß das Gericht mit dieser Einlassung große Freude gehabt hätte 😉


  4. […] An anderem Ort berichtet ein Kollege über ein Strafverfahren. Auf die Frage, wo der Angeklagte das Geld her habe, antwortete dieser mit “zufällig gefunden”. Die Nachfrage ergibt, dass er dem Zufall mit einer Brechstange an einer Tür nachhalf. […]



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