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Irgendwelche Gegenargumente MÜSSEN sich doch finden lassen…

Oktober 13, 2011

Hier wird in aller Kürze von einem Sachverhalt berichtet, in dem ein Versicherer die Schadenregulierung verzögert, obgleich die Sachlage eindeutig ist.

Ähnlich erlebe ich es aktuell auch wieder. Der Gegner ist abgebogen und hat dem Mandanten dabei die Vorfahrt genommen, so daß es zur Kollision kam. Seinem Versicherer hat der Gegner wohl erzählt, daß mein Mandant bestimmt zu schnell gefahren ist – eine Äußerung die nach Verkehrsunfällen regelmäßig fällt und sich so gut wie nie bestätigt.

Gleichwohl meint der gegnerische Versicherer, auf diese Behauptung hin erst einmal gar nichts zahlen zu müssen. Ich habe zwischenzeitlich 2x bei dem Versicherer angerufen und mit zwei unterschiedlichen Kollegen der Sachbearbeiterin gesprochen, die – gefühlt – nie an ihrem Platz ist. Beide äußerten ihr Unverständnis darüber, daß nicht zumindest ein Teilbetrag angewiesen worden sein.

Die Sachbearbeiterin verweist jedoch schriftlich darauf, vor jedweder Zahlung die Ermittlungsakte zu benötigen.

Einzig wirksames Hilfsmittel gegen solche Unvernunft: Die Klage.

Es wird wohl kaum jemanden wundern, daß sich in der Ermittlungsakte, die mir zwischenzeitlich vorliegt, keinerlei Hinweise auf eine überhöhte Geschwindigkeit meines Mandanten finden. Die gegnerische Zeugin konnte gar keine Angaben zur Geschwindigkeit tätigen. Ein unabhängiger Zeuge beschreibt die Geschwindigkeit sogar ausdrücklich als „normal“.

RA Müller

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One comment

  1. Moins
    ich habe einen gleichgelagerten Fall aus der Gebüdeversicherung gerade in Regulierung (seit Januar 2006). Erst habe ich 3 Jahre Geklagt um in der Hauptsache zu Gewinnen. Im Anschluss klagte ich die Gutachterunterlagen heraus. Denen war zu entnehmen, das die Versicherung in Betrugsabsicht einfach nicht zahlen wollte (dauerte 18 Monate)! Das Gutachterverfahren gab mir Recht mit der Summe des Schaden (ca. 120.000,00 Euro), ebenfalls 18 Monate). Nachdem Herausgabeverfahren zu den Gutachten habe ich Strafanzeige gegen die Versicherung und die Anwälte gemäß §138 ZPO (Wahrheitsgebot vor Gericht) erstattet. Die Staatsanwaltschaft Dortmund und Köln sah jedoch nur ein bischen Betrug und hat diese Verfahren schnell eingestellt. Auch das Einschalten der Versicherungsaufsicht brachte kein Ergebnis (nichts tun ist auch einfacher). Nachdem wir nun in der Regulierung sind, habe ich Strafanzeige gegen die Staatsanwälte und Versicherungsaufsícht erstattet (Beihilfe zur organisierten Kriminalität, Strafvereitlung im Amt). Gegen die Versicherung, Anwälte und (Gefälligkeits)gutachter habe ich Strafanzeige wegen Absprache im Rahmen der organisierten Kriminalität, Sachbeschädigung, Nötigung, Körperverletzung und weiterer Straftaten erstattet. Es handelt sich nun um eine Sachbeschädigung in Höhe von über 400.000.00 Euro, allein am Gebäude durch die Verweigerung den Schade zu Regulieren in den Jahren. Das Gericht hat nun auch die verweigerte Regulierung und verzögerte Mietzahlung gerügt (2 1/2 Monate Mieten sind eingegangen)!!!
    Von daher kann ich nur Raten .. – folge der Spur des Geldes.
    Es kann nicht teuer genug für die Versicherung werden. Und alles schriftlich Dokumentieren, sonst fällst du am Ende auf die Nase, weil die selben Richter gehen doch mit den Anwälten der Versicherungen Kegeln oder sind im selben Jockeyclub ..
    Bedenke, Gerichte finanzieren sich aus Gerichtskosten und daher kann es kein Interesse geben etwas eindeutig Auszuurteilen …
    Am Ende hat die Versicherung Glück, weil der Betroffene ja wirtschaftlich Zusammenbricht und das wiederrum wäre ja der Straftatbestand der Nötigung … Statistisch gesehen brechen über 60% der Versicherungsverfahren bei Gericht zusammen, weil den Leuten das Geld ausgeht und nicht weil sie Unrecht haben !



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