h1

Vertrag zulasten des Gerichts

Oktober 24, 2011

Die Streitsache war umfangreich. Beide Seiten kündigten an, daß man hier noch laaange Schriftsätze einreichen könne, für die eigens kleine Wäldchen abegholzt werden müßten.

Kompliziert war die Sache obendrein, so daß das Gericht sich damit konfrontiert sah, nicht minder lange Berechnungen anstellen zu dürfen.

Der Beklagtenvertreter hatte allerdings eine Frist versäumt und stellte im Termin keinen Antrag, so daß der Klägervertreter ein Versäumnisurteil beantragen konnte. Die Anwälte einigten sich im Termin allerdings darauf, keine Anträge zu stellen. Das Gericht möge einen neuen Termin anberaumen. Bis dahin werde weiterer Vortrag erfolgen.

Daraufhin die Richterin seufzend zu dieser Vereinbarung der Anwälte:

„Ich werde scharf darüber nachdenken müssen, ob das nicht einen unwirksamen Vertrag zulasten des Gerichts darstellt…“

RA Müller

Advertisements

3 Kommentare

  1. Bei so viel Harmonie ist kein Vergleich möglich?


    • Wo denken Sie hin? Wenn diese Parteien sich einigen sollten, wäre das Gericht arbeitslos 😉


  2. Die Richterin hätte sicher den Ausfall dieser Verhandlung überstanden. 😉



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: