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Das bißchen Haushalt… (macht sich eben doch nicht von allein)

Februar 10, 2012

Das ist ein guter Start in den Tag:

Der gegnerische Versicherer hat dem Mandanten 6.000,- € „Haushaltsführungsschaden“ gezahlt. Diese Schadenposition bezieht sich auf jene Arbeiten, die der Mandant wegen der unfallbedingten Verletzung im „Haushalt“ nicht mehr selbst ausführen kann. „Haushalt“ ist dabei weit auszulegen, so daß etwa die Pflege des Grundstückes und regelmäßig anfallende Renovierungsarbeiten erfaßt sind.

Besonders befriedigend ist die Zahlung vor dem Hintergrund, daß der Anwalt, der meinen Mandanten zuvor vertreten hatte, dem Mandanten doch tatsächlich einreden wollte, daß er auf Haushaltsführungsschaden keinen Anspruch habe. Fast wäre der Anspruch daher in die Verjährung gerutscht…

Dabei lag der Haushaltsführungsschaden geradezu auf der Hand, so daß der Versicherer dann nach einigem Murren („Warum wird denn der Anspruch jetzt erst geltend gemacht? Wenn die Beeinträchtigungen so erheblich sind, dann wäre der Geschädigte doch sicherlich früher schon wegen der Einschränkungen im Haushalt an uns herangetreten.“) den geforderten Betrag gezahlt hat.

Dabei kann ich nachvollziehen, daß man im Hause des Versicherers nicht so richtig glücklich sein wird, schließlich ist abzusehen, daß der Haushaltsführungsschaden noch über viele Jahre hinweg anfallen wird, die 6.000,- € also gerade einmal die Spitze des Eisbergs sind.

RA Müller

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