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Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

März 19, 2012

Es gab eine körperliche Auseinandersetzung in einer Diskothek. Beide Kontrahentinnen wiesen danach Verletzungen auf. Beide haben sich vor dem Vorfall nicht gekannt und sind sich seitdem nicht mehr über den Weg gelaufen. Beide behaupten, daß die jeweils andere angefangen habe. Beide benennen Zeugen, die ihre Version zumindest halbwegs bestätigen. Beide erstatten Strafanzeige und stellen Strafantrag.

Zuständig sind unterschiedliche Staatsanwaltschaften.

Staatsanwaltschaft A stellt das Verfahren gegen Beteiligte A ohne großes Federlesen „mangels öffentlichen Interesses“ ein.

Staatsanwaltschaft B erhebt Anklage gegen Beteiligte B. Es folgt eine Hauptverhandlung, in deren Verlauf ein halbes Dutzend Zeugen gehört werden, die teilweise in merklicher Entfernung vom Ort der Hauptverhandlung wohnen und daher nennenswerte Auslagen haben.

Im Ergebnis wird das Verfahren (ohne Auflage) eingestellt. Das hätte für alle Beteiligten man einfacher, schneller und günstiger haben können.

RA Müller

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2 Kommentare

  1. Aber dann hätte „A“ mit „B“ kommunizieren müssen. Daran scheiterte es wohl.


    • Ich weiß nicht einmal, ob Kommunikation geholfen hätte, da es u.U. auch einfach divergierende Auffassungen gibt, welche Vorfälle angeklagt „gehören“.



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