h1

Lügen haben kurze Beine

April 10, 2012

Der Nebenkläger hatte es gar zu „gut“ mit den Angeklagten gemeint. Sie sollten ihn nicht nur verprügelt, sondern auch beraubt haben. Er werde sie ins Gefängnis bringen, hatte er mitgeteilt. Auf fünf Jahre Gefängnis sollten sie sich einstellen.

So zeigte er bei der Polizei an, daß ihm die Angeklagten einen Schlüssel, Bargeld und sein Portemonnaie (u.a. mit seinem darin befindlichen Richtschein) gewaltsam entwendet hatten.

Er mußte dann allerdings einräumen, daß er ihnen den Schlüssel freiwillig ausgehändigt hatte.

Er mußte dann allerdings einräumen, daß er Bargeld gar nicht bei sich gehabt hatte.

Er mußte dann allerdings einräumen, daß der Richtschein ihm gar nicht entwendet worden war.

Ach ja, hinzu kamen die Bekundungen einer Zeugin, wonach sie das Portemonnaie samt Inhalt nach der behaupteten Entwendung in der Wohnung des Nebenklägers gefunden hatte, welcher über diesen Fund indes gar nicht erbaut war.

Es dürfte letztlich allein den Nebenkläger gewundert haben, daß seinen gegenteiligen Bekundungen wenig Glauben geschenkt wurde, so daß er dann bei der Urteilsverkündung voller gerechtem Zorn den Gerichtssaal verließ.

RA Müller

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: