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Wie man sich bei Gericht unbeliebt macht

Mai 14, 2012

Der Beklagte erwies sich als uneinsichtig. Das Gericht teilte zu seinem ersichtlichen Erstaunen seine eher abwegige Rechtsauffassung nicht und war bemüht, ihm mit einer Engelsgeduld nahezubringen, wie die Sache nach dem Gesetz zu beurteilen ist.

Dieses veranlaßte den Beklagten zu der Bemerkung, daß die Richterin ganz ersichtlich die Sachlage nicht verstanden habe.

Bedenkt man, daß sich der Beklagte darauf beschränkte, sachliche Argumente mit konsequenter Nichtbeachtung zu strafen, dürfte diese Bemerkung bei dem Gericht nicht gut angekommen sein.

Als dem Beklagten dann noch eine E-Mail vorgehalten wurde, die er sebst verfaßt hatte und deren Inhalt ihm nun nicht mehr in seine Argumentation paßte, orakelte er, daß die E-Mail auch gefälscht sein könne. Dieses wolle er zwar nicht so direkt behaupten, aber die Möglichkeit bestehe doch immerhin. Einen zweifelnden Blick seitens der Richterin bedachte er mit folgender Bemerkung:

 „Ich weiß ja nicht, ob Sie Ahnung von Computern haben. Ich vermute mal: Nein.“

Das Gericht war „not amused“.

RA Müller

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4 Kommentare

  1. Oupps. ich nehme mal stark an, dass der Kläger „very amused“ war.


    • Mein Mandant war die Ruhe selbst und nahm die Tiraden des Gegners eher amüsiert auf.


  2. Worum es da wohl ging? Das interessiert mich jetzt!


  3. Und ich habe immer gedacht, solche Menschen wären eher selten … 🙂



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