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Restwertangebote – Mehr Schein als Sein?

Juni 1, 2012

Nach einem Totalschaden ermittelt der von dem Geschädigten beauftragte Sachverständige einen Restwert und teilt auch gleich mit, an wen der Fahrzeugschrottrest veräußert werden kann.

Der einstandspflichtige Versicherer überschlägt sich förmlich, ein deutlich höheres Restwertangebot zu unterbreiten, da ein höherer Restwert die Zahlung verringert, die der Versicherer selbst zu leisten hat. Dieses neue Angebot liegt nun derart weit über den von dem Sachverständigen ermittelten Angeboten, daß man leichte Zweifel an der Seriösität des Aufkäufers oder aber an dessen Geisteszustand entwickeln mag.

Den Geschädigten erreicht das Restwertangebot allerdings erst einen Tag nach Ablauf der außergewöhnlich kurzen Frist, die sich der Aufkäufer an sein Angebot halten wollte. Gleichwohl ruft der Geschädigte dort an und bietet dem Aufkäufer an, ihm das Fahrzeug zu dem genannten Preis zu veräußern. Doch der Aufkäufer lehnt dies entschieden ab. Die Frist sei abgelaufen. Jetzt wolle er das Fahrzeug nicht mehr haben.

Wie ernst wird das Angebot wohl gemeint gewesen sein, wenn es einen Tag später null und nichtig sein soll?

RA Müller

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