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Kein Unschuldslamm

Juni 13, 2012

Der Mandant sollte sich mit dem Gegner geprügelt haben. Der eine beschuldigte den anderen und der andere den einen.

Wie RA Neldner zu meinem gestrigen Beitrag bereits anmerkte, ließ sich das „aktentechnisch“ ganz einfach lösen: Es wurden nämlich zwei Verfahren eröffnet. In dem einen Verfahren war mein Mandant Beschuldigter, in dem anderen Verfahren Zeuge.

Mein Mandant hatte auch bereits eine Aussage getätigt, die man indes allein in jene Akte geheftet hatte, in der er nur Zeuge war. Als ich nun die Vertretung meines Mandanten anzeigte, erhielt ich über die Akteneinsicht nur die Akte, in der mein Mandant Beschuldigter war. Mir fehlte also das Protokoll der Aussage meines Mandanten.

Also beantragte ich ergänzende Akteneinsicht in die Parallelakte … und erhielt eine ganz andere Akte. Diese Akte betraf ebenfalls den Kontrahenten meines Mandanten, dem dort – schau an, schau an – eine Körperverletzung vorgeworfen wurde, die er dort auch eingeräumt hatte.

So ganz ohne Fehl und Tadel scheint der Kontrahent meines Mananten nicht zu sein.

RA Müller

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