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„Können wir bitte den Laptop haben?“

Juni 26, 2012

Der Mandant hatte einige kleinere Straftaten begangen. Im Rahmen der Ermittlungen war dann auch der Laptop des Mandanten sichergestellt worden.

Angeblich sei der Kauf des Gerätes durch die Straftaten finanziert worden. Wohl davon ausgehend, daß das Gerät dem Mandanten nicht wieder ausgehändigt werden würde, fand sich in dem Abschlußvermerk der Polizei dann auch der folgende Satz:

„Bei einer Sicherstellung des LapTops wird um Übergabe des Gerätes an die Polizeidienststelle zur dienstlichen Nutzung gebeten.“

Auch die Anklageschrift führte kurz aus, daß der Laptop dem „erweiterten Verfall“ unterliege, da er mit aus den Straftaten erlangten Mitteln erworben worden sei.

Woraus man diese kühne Schlußfolgerung zog? Fragen Sie mich nicht. Der Mandant ging einer geregelten Beschäftigung nach. Den Laptop erwarb er im Versandhandel. Die Bezahlung erfolgte per Bankeinzug. Auf das Konto des Mandanten erfolgten zuvor keine Bareinzahlungen, sondern lediglich der monatliche Arbeitslohn.

So wurden dann auch alle behördlichen Hoffnungen, den Laptop behalten zu dürfen, enttäuscht. Der Mandant hält ihn wieder in seinen Händen.

RA Müller

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