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Anwaltliche Wortschöpfungen

Juli 10, 2012

Man sollte meinen, daß Anwälte, die täglich mit Sprache jonglieren, auch mit Sprache umzugehen wissen. Zweifel weckte der Schriftsatz eines gegnerischen Kollegen.

Im Zusammenhang mit „Downloads“ aus dem Internet waren mir die Begriffe „downgeloaded“ beziehungsweise „gedownloaded“ hinlänglich bekannt, auch wenn einem eigentlich eine Gänsehaut den Rücken hinunterlaufen sollte, wenn ein englisches Verb auf diese Weise „eingedeutscht“ wird.

Der Kollege hatte sich für eine weitere Wortkreation entschieden: So behauptete er, sein Mandant habe das fragliche Werk nicht „downgeladen“.

Hat die anwaltliche Energie für die Übersetzung von „down“ nicht mehr ausgereicht? War „heruntergeladen“ zu unkreativ?

RA Müller

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3 Kommentare

  1. ich hatte mal einen Mandanten in einer Strafsache, der hatte einen anderen downgeschlagen.


    • Demnächst ist noch die Rede davon, daß ein Verteidiger in der Berufung ein Downgrade der Strafe erreichen konnte…


  2. Wie wär’s mit dem Einloaden von Zeugen?



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