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Scherzmandat?

September 10, 2012

Ein Mandant suchte mich auf, der eine Urheberrechtsverletzung begangen haben sollte. Die Gegenseite forderte nun wie üblich einen „Vergleichsbetrag“ und die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung.

Ganz empört verwies der Mandant darauf, daß es sich bei der Gegenseite „ganz offensichtlich um Verbrecher“ handeln würde, die „die Menschenwürde mit Füßen treten“ würden. Er wolle nicht, daß ich auf die Abmahnung hin den gegnerischen Anwälten schreibe. Stattdessen möge ich bitte in seinem Namen gegen die Abmahner eine Strafanzeige erstatten.

Anschließend erkundigte sich der Mandant, ob er denn nun die Filesharing-Software abstellen solle, die zuhause ja noch laufen würde.

Man ist versucht, an ein Scherzmandat zu denken…

RA Müller

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4 Kommentare

  1. Ich hatte mich zunächst verlesen und „Schmerzmandat“ gesehen.
    Nach dem Lesen des Textest dachte ich, das hätte auch gepasst. Sie haben doch sicher bei der Frage Ihres Mandanten (wenn auch insgeheim) Ihr Gesicht verzogen, als hätten Sie Schmerzen? 😉


    • So ganz „insgeheim“ dürfte das nicht geblieben sein 😉


  2. Mandat angenommen? 😉

    http://www.markentiger.com/2010/09/anrufer-des-tages-2/


    • Sagen wir es einmal diplomatisch so: Der Mandant hat jetzt eine deutlich realisterische Sicht auf die Dinge.



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