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Anreise mit Hindernissen

September 13, 2012

Mein Kollege hatte gestern einen Gerichtstermin am Sozialgericht in Hamburg. Der Termin ist zwar durchaus erfolgreich verlaufen. Ganz so unproblematisch war die Anreise allerdings nicht.

Nein, an dieser Stelle folgt jetzt kein Zetern über die Deutsche Bahn. Fast schon wider Erwarten verlief die Bahnfahrt genau nach Fahrplan, so daß sich mein Kollege bei der Ankunft in Hamburg schon so gut wie am Ziel wähnte.

Er suchte sich am Bahnhof ein Taxi und bat den Fahrer, ihn zum Sozialgericht am Kapstadtring zu fahren. Der Taxi-Fahrer setzte sein Fahrzeug in Bewegung.

Zur Überraschung meines Kollegen erkundigte sich der Fahrer dann, wo der Kapstadtring denn überhaupt liege.

An dieser Stelle wäre es wohl an der Zeit gewesen, einen ersten Anflug von Besorgnis zu empfinden.

Da mein Kollege dem Taxi-Fahrer keine Wegbeschreibung geben konnte, kramte dieser umständlich einen Stadtplan hervor und begann damit, während der Fahrt darin zu blättern.

Zum Erfolg führte das allerdings nicht, so daß der Taxi-Fahrer nun zusätzlich noch seine Lesebrille suchte. Er fand dann auch tatsächlich eine Brille und setzte sie auf.

Wiederum etwas später erläuterte er meinem Kollegen, daß er leider die falsche Brille mitgenommen habe. Mit dieser Bille könne er den Stadtplan nicht richtig lesen.

Kurzerhand wendete er das Taxi, fuhr zum Bahnhof zurück und vermittelte meinen Kollegen an einen anderen Taxi-Fahrer. (Dieser erwies sich tatsächlich als ortskundig.)

RA Müller

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4 Kommentare

  1. Hoffentlich meldet der Kollege den Taxifahrer bei der zuständigen Behörde. So eine Pappnase hat als Taxifahrer nichts zu suchen.


  2. Sowas hatte ich mal in Australien. Ich war ja auch nicht Ortskundig (darum ja das Taxi). Leider sprach der Taxifahrer mehr arabisch als englisch. Nachdem er mich endlich verstanden hatte, fuhr er links ran und guckte ebenfalls erst mal auf die Karte. Eigentlich wollte er ja sogar, dass ich für ihn auf die Karte gucke!

    Ich durfte dann Navi spielen und ihm sagen wo es lang geht.
    Auch eine hübsche Geschichte, oder?


  3. Ich würde sagen: Hamburg ist groß, man kann wirklich nicht jede Straße kennen. Wenigstens hat er keine Faxen gemacht, sondern einen reibungslosen ”Wechsel” ermöglicht.
    Allerdings muss ich sagen dass ich nirgendwo so gut organisierte Taxibetriebe kenne wie in Bremen.


    • Kapstadtring, Überseering, Mexicoring – das sind drei Straßen in einem großen Gewerbegebiet namens City-Nord, DIE sollte wirklich jeder Taxifahrer kennen.
      Wenn er nicht gleich weiß, wo der Stiefmütterchenweg ist, könnte ich das noch nachvollziehen, aber nicht bei DER Adresse.



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