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Bestreiten auf Teufel komm raus

Oktober 29, 2012

Neulich hatte ich erst von einem Fall berichtet, in dem wieder einmal alles bestritten wurde, auch wenn man es eigentlich besser hätte wissen sollen/müssen. Ein Richter pflegte in solchen Fällen zu sagen: „Die bestreiten auch, daß Wasser naß ist.

Hier ein weiterer Fall aus dieser Kategorie:

Der Beklagte war nicht eben zahlungswillig. Also bestritt er alles, von dem er annahm, daß es sich im Prozeß negativ für ihn auswirken könnte. Unter anderem bestritt er, daß der Kläger ihm eine Lieferfrist gesetzt hatte.

Er hätte sich indes vielleicht etwas besser vorbereiten sollen. So lag mir nämlich eine E-Mail vor, in welcher er unter Bezugnahme auf die gesetzte Lieferfrist bestätigt hatte, daß die Lieferung innerhalb dieser Frist erfolgen werde.

Die Vorlage dieser E-Mail führte indes nicht zu einem Einlenken des Beklagten, weit gefehlt! So eine E-Mail sei doch gar kein richtiger Beweis. Er wolle zwar nicht zu Protokoll behaupten, daß er die E-Mail nicht geschrieben habe. Aber bewiesen sei das doch auch nicht! Theoretisch könne jeder diese E-Mail geschrieben haben. Ohnehin gehe er davon aus, daß die Richterin sich mit den technischen Gegebenheiten gar nicht auskenne…

Ich lasse diese patzige eigenwillige Vortragsweise einmal unkommentiert und belasse es dabei, daß sie dem Beklagten im Prozeß nicht geholfen hat.

RA Müller

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