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Der verzweifelte Verteidiger?

November 6, 2012

Bisweilen mag es sein, daß einem Verteidiger das Prozeßverhaltens seines – unter Umständen beratungsresistenten – Mandanten wenig Freude bereitet. Der Verteidiger wird allerdings in der Regel gut daran tun, ein solches Empfinden nicht nach außen dringen zu lassen.

Entsprechend unbegeistert wird ein Kollege vor einiger Zeit den Worten des Gerichts bei der Urteilsverkündung gelauscht haben.

So verwies das Gericht zunächst darauf, daß das Schweigen des Angeklagten selbstverständlich sein Recht sei, angesichts der Prozeßsituation allerdings eine denkbar ungünstige und für die Juristen im Saal schlichtweg nicht verständliche Verteidigungsstrategie dargestellt habe.

Dieses sei auch dem Plädoyer des Verteidigers des Angeklagten anzumerken gewesen. Dem Plädoyer habe man die Verzweiflung über das Schweigen des Angeklagten deutlich anmerken können.

Ich bezweifle, daß der Kollege Wert drauf legte, in seinem Plädoyer „verzweifelt“ zu klingen…

RA Müller

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