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Haufenweise Anwälte und Beweise

November 20, 2012

Der Mandant hatte über ebay etwas bei der Gegenseite gekauft. Nach Zahlung ging indes das ersehnte Paket nicht ein.

Da der Verkäufer versicherte, das Paket versendet zu haben, bat der Mandat um Angabe der Sendungsnummer … und erhielt nur Ausflüchte seitens des Verkäufers.

Die reichten von

„Ich habe mehrere Pakete verschickt und kann die Sendungsnummern jetzt nicht mehr zuordnen“

über

„Hier ist eine Sendungsnummer“

– die sich dann allerdings als unvollständig erwies – bis hin zu

„Ich habe den schriftlichen Beleg der Post, daß das Paket angekommen ist. Wohnt bei Ihnen in der Straße jemand namens Meyer oder Schmidt?“.

Selbstverständlich wurde der angebliche schriftliche Beleg entgegen einer solchen Zusage nicht zur Verfügung gestellt.

Als meinem Mandanten schließlich der Geduldsfaden riß und er den Kaufpreis zurückforderte, entgegnete der Verkäufer, daß er den Kaufpreis nicht zurückzahlen werde. Es könne ja sein, daß mein Mandant das Paket erhalten habe und ihn nur „abzocken“ wolle. Er werde gar nichts zahlen und habe

sehr gute Anwälte und einen hauen Beweise“.

Strafanzeige nebst anwaltlichem Aufforderungsschreiben führten schließlich zur entsprechenden Zahlung. Ob die sehr guten Anwälte angesichts von haufenweise Beweisen wohl sorgenvoll den Kopf geschüttelt haben?

RA Müller

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