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Schuß vor den Bug

Dezember 14, 2012

Die Mandanten ärgerten sich gar sehr über einen Mangel ihres Telefonanschlusses, den nach Auffassung der Mandanten der Telefonanbieter verursacht hatte. Doch sämtliche Versuche der Mandanten, den Anbieter zu einer Behebung des Mangels zu bewegen, blieben fruchtlos. Statt dessen verwies der Anbieter darauf, daß der Mangel nicht in seinem Verantwortungsbereich liege und er ihn gar nicht beseitigen könne.

Auf anwaltliche Schreiben erfolgte dieselbe Reaktion, obgleich die Mandanten sich zuvor technischen Rat einholten und die Bestätigung erhielten, daß nur der Telefonanbieter den Mangel beheben konnte.

Auf Bitte der Mandanten übersandte ich dem Telefonanbieter den Entwurf einer von mir noch einzureichenden Klage auf Beseitigung des Mangels.

Erneut wies der Anbieter geradezu entrüstet darauf hin, den Mangel ebensowenig beeinflussen wie beheben zu können … und ermöglichte in demselben Atemzug klammheimlich über ein zuvor noch nicht verfügbares Update die Beseitigung des Mangels.

Ob da jemand kalte Füße bekommen hatte? Gleichwohl sieht kundenfreundliches Verhalten anders aus. Ein Kunde sollte nicht erst mit der Klageschrift winken müssen, damit ein Telefonanbieter sich eines Mangels annimmt.

 RA Müller

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