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Belastungszeuge in weihnachtlicher Stimmung?

Dezember 21, 2012

Über viele Jahre hatte sich die Auseinandersetzung zwischen meinem Mandanten und dem Anzeigeerstatter hingezogen. Über mehrere Instanzen hinweg waren zivilrechtliche Verfahren ausgetragen werden. Auch die strafrechtlichen Ermittlungen gegen meinen Mandanten liefen bereits seit mehr als vier Jahren.

Der Anzeigeerstatter hatte meinen Mandanten verschiedener Straftaten bezichtigt. Nun kam es kurz vor Weihnachten zur Hauptverhandlung über die verbliebenen drei Anklagepunkte, deren Inhalt darzustellen, den Umfang dieses Blogbeitrages sprengen würde.

Der Anzeigeerstatter war als Zeuge geladen worden … und wollte zunächst gar nichts davon wissen, daß er selbst Anzeige erstattet hatte. Er könne nur sagen, daß nicht er selbst die Taten begangen habe. Er sich aber „zu 100% sicher“, daß der eine oder andere angebliche Tatnachweis (am Tatort vorgefundene Gegenstände) nicht auf meinen Mandanten zurückzuführen sei. „Beweise“ für diese Behauptung habe er auch mitgebracht.

Die „Beweise“ erwiesen sich zwar lediglich als Indizien, aber bis auf Indizien, über deren Aussagekraft man sich trefflich streiten konnte, hatte auch die Staatsanwaltschaft nichts in der Hand.

So blieb meinem Mandanten dann auch eine Verurteilung erspart und der Weihnachtsmann wird nicht auf die Rute zurückgreifen müssen.

 

Ich wünsche allen Blog-Lesern fröhliche Weihnachten 🙂

RA Müller

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One comment

  1. Es weihnachtet sehr 😉



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