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Hoffen und Harren…

Januar 31, 2013

Für einen Kollegen nahm ich einen Gerichtstermin in einem Scheidungsverfahren wahr. Die Mandantin wollte endlich geschieden werden. Sie gab an, in der Ehezeit gewalttätigen Übergriffen des Noch-Ehemanns ausgesetzt gewesen zu sein.

Die Trennung war bereits vor über zwei Jahren erfolgt. Seitdem hatte es keinerlei Kontakt mehr zwischen den Eheleuten gegeben.

Der – unpünktlich erschienene – Gegner bestätigte den Trennungszeitpunkt. Ja, es stimme auch, daß man in den letzten beiden Jahren keinen Kontakt mehr gehabt habe. Er gebe der Ehe allerdings noch eine Zukunft. Sie sei noch nicht gescheitert. Man werde sich schon wieder zusammenraufen.

 Auf welcher Grundlage der Gegner diese Hoffnung hegte, vermochte er dem Gericht allerdings nicht zu vermitteln. Entsprechende Nachfragen führten zu einem ratlos wirkenden Achselzucken.

Ob er tatsächlich noch an der Ehe hing oder die Mandantin nur ärgern wollte, sei einmal dahingestellt. Geholfen hat dem Gegner sein Beharren an der Ehe jedenfalls nicht. Die ist nämlich kurzerhand geschieden worden.

RA Müller

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One comment

  1. Wer besser lügt, kommt zum Recht…



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