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3, 2, 1 … uuuuund weg ist der Anspruch

Februar 21, 2013

Meinem Mandanten war eine Klageschrift in den Briefkasten geflattert. Eine fast fünfstellige Summe soll der Mandant an den anwaltlich vertretenen Gegner zahlen.

Lang und breit erklärt mir der Mandant, aus welchem Grund der Anspruch nicht besteht. Dafür könnten fast ein Dutzend Zeugen benannt werden. Der Gegner führt in der Klageschrift selbst diverse Zeugen auf. Es hätte also eine lange Beweisaufnahme werden können…

wenn die Klage denn rechtzeitig erhoben worden wäre. Das Datum der Klageschrift liegt einen Tag nach Ablauf der Verjährungsfrist und ist zwei weitere Tage später bei Gericht eingegangen. Angesichts der zahlreichen sonst zu vernehmenden Zeugen könnte da auch das Gericht auf die Einrede der Verjährung erleichtert reagieren.

RA Müller

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5 Kommentare

  1. Tja, manchmal hat man Glück und manchmal haben die anderen Pech! ;o)


  2. Da findet sich bestimmt noch Schriftverkehr zwischen den Parteien, der sich als „Verhandlungen“ iSv § 203 BGB interpretieren lässt ….


  3. Vorab per FAX bei Gericht eingegangen? Der Stempel auf der Abschrift ist dann ohne Bedeutung.


    • Nicht nur der Stempel datiert nach Ablauf der Verjährung, auch das Datum des Schriftsatzes. Da wird es kein Voraus-Fax geben.



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