h1

Alles für die Katz!

Februar 27, 2013

Der Gegner hatte meinen Mandanten verklagt. Mein Mandant empfand die Klage geradezu als haarsträubend. In dem ersten Verhandlungstermin hat das Gericht nun zu verstehen gegeben, daß die Ansprüche des Gegners – sofern sie denn überhaupt bestehen – selbst ausgehend von dem Vortrag des Klägers deutlich unter dessen Vorstellungen liegen dürften.

Daraufhin klagte der Kläger dem Gericht sein Leid. Es könne doch nicht sein, daß er nun über 500 Kilometer zu dem Gerichtstermin gefahren sei, um dann zu erfahren, daß bei der Klage nicht viel herauskommen werde. Das sei ihm nicht zuzumuten.

Welch ein Argument: Künftig sollte also diejenige Partei gewinnen, die die weiteste Anreise hatte…

Es sei an dieser Stelle erwähnt, daß das persönliche Erscheinen des Klägers durch das Gericht nicht angeordnet worden war und sein Anwalt sich durch einen Unterbevollmächtigten vertreten ließ. Die lange Reise hatte sich der Kläger also letztlich selbst zugemutet.

Noch weniger begeistert wird der Kläger vermutlich reagieren, wenn er erfährt, daß noch mehr als ein Verhandlungstermin anstehen wird, wenn er an der Klage festhalten sollte. Dabei ist es dann auch nicht ganz unwahrscheinlich, daß er zu einem der Termine auch persönlich wird erscheinen müssen.

RA Müller

Advertisements

One comment

  1. Bis dahin kann er doch locker umziehen. Ich meine … dann ist die Anfahrt nicht mehr so weit.

    Manchmal darf man die Dinge einfach nicht mit Logik angehen! 😉



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: