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Ein Eigentor geschossen

März 19, 2013

Für einen Mandanten habe ich ein Klageverfahren geführt. Der Beklagte hatte ihm ein Kraftfahrzeug veräußert. Dieses wies derart erhebliche Mängel auf, daß der Beklagte hiervon nach Auffassung meines Mandanten zum Zeitpunkt des Verkaufs Kenntnis hatte.

Im Klageverfahren bestritt der Beklagte bis auf die Tatsache, daß er das Fahrzeug verkauft hatte, nahezu alles, also insbesondere die Kenntnis von dem Mangel, den Inhalt des Verkaufsgesprächs etc. Die ersten Seiten der Klageerwiderung bestanden fast ausschließlich aus einer Aufzählung jener Tatsachen, die bestritten wurden.

Es folgte eine Beweiaufnahme, bei der ein dem Beklagten nahestehender sowie ein unabhängiger Zeuge angehört wurden. Interessant war die Aussage des unabhängigen Zeugen, welcher berichtete, daß der Gegenzeuge ihn vor dem Beweistermin aufgesucht habe. Er möge doch bitte im Verfahren keine Aussage machen, da der Beklagte nur dann noch eine Chance hätte, das Verfahren zu gewinnen.

Sagen wir es so: Diese Chance war damit verflogen und der Beklagte darf nun nicht nur das Kfz zurücknehmen, sondern sich auch über die Kosten des Klageverfahrens freuen. Ob er sich auch über ein Strafverfahren freuen darf, sei dem Gericht überlassen.

RA Müller

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