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Der Inhalt der Ermittlungsakte und die Wirklichkeit

März 21, 2013

In Strafverfahren macht man regelmäßig die Erfahrung, daß sich der Verlauf einer Hauptverhandlung aus dem Inhalt der Ermittlungsakte allenfalls erahnen läßt. Gerade wenn es um die Bewertung von Zeugenaussagen geht, sind Abweichungen in den Aussagen geradezu an der Tagesordnung.

Laut der protokollierten Aussage in der Akte war sich die Freundin des Anzeigeerstatters „sehr sicher“, daß es sich bei dem späteren Angeklagten um den Täter handelte. Dieser habe ihren Freund geschlagen und getreten.

In der Hauptverhandlung teilte sie mit, daß der Angeklagte am Rand gestanden und an der Schlägerei nicht teilgenommen habe. Etwas anderes habe sie auch der Polizei nicht gesagt. Es müsse sich um ein Mißverständnis handeln, wenn ihre Aussage anders aufgenommen worden sei. Es sWer er eigentliche Täter gewesen sei, wisse sie nicht. Es sei alles so schnell gegangen. Zudem sei es dunkel gewesen.

Der Angeklagte ist von dem Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen worden. Wer geschlagen und/oder getreten hat, ließ sich nicht mehr feststellen.

RA Müller

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