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Kleiderschaden

Mai 7, 2013

Im Rahmen von Verkehrsunfällen kommt es gelegentlich dazu, daß auch die Bekleidung der Beteiligten Schaden nimmt. Zumeist läßt sich insoweit recht unproblematisch eine Regulierung bewirken. Der Schadensumfang sollte allerdings regelmäßig durch Lichtbilder belegt werden.

In einer solchen Angelegenheit vertrat ich nun in einem Klageverfahren die Seite der Beklagten. Durch den Kläger wurde der „Kleiderschaden“, den er neben anderen Schadenspositionen geltend machte, in nicht unerheblicher Höhe beziffert. Die Vorlage von Lichtbildern hatte er verweigert und den Schaden trotz einer entsprechenden Aufforderung auch nicht beschrieben.

Es dürfte wenig verwunderlich sein, daß auf dieser Grundlage außergerichtlich keine Zahlung erfolgte.

Auf die Aufforderung des Gerichts teilte der Kläger dann zumindest mit, daß er als Motorradfahrer keine Schutzkleidung getragen habe und daher seine Straßenkleidung beschädigt worden sei. Details zu den Schäden fehlten indes ebenso wie Lichtbilder oder sonstige Schadensnachweise.

Bezeichnend: In der Forderungsaufstellung des Klägers war neben der Straßenkleidung auch angeblich beschädigte Schutzkleidung aufgeführt.

Sollte diese unter der Straßenkleidung getragen worden sein? Oder hatte er sie sich unter den Arm geklemmt?

Wer so einen Klagevortrag abliefert, der muß sich nicht wundern, wenn er kein Geld (und statt dessen einen Hinweis des Gerichts auf eine mögliche strafrechtliche Relevanz des Klagevortrages) bekommt.

RA Müller

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