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Unvermittelt einigungsbereit

Juni 3, 2013

Der Gegner verklagt meinen Mandanten auf Zahlung eines ansehnlichen Betrages. Eine vorgerichtliche Einigung war gescheitert.

Also holte das Gericht zwei teure Sachverständigengutachten ein, wonach sich der Klagevortrag nicht bestätigt. Es ist also abzusehen, daß mein Mandant das Verfahren gewinnen wird.

Daraufhin meldet sich der gegnerische Kollege bei mir und bietet meinem Mandanten eine EInigung auf den hälftigen Klagebetrag an. Das Verfahren liefe schon derart lange. Es dürfte im Interesse aller Beteiligten sein, es zu einem baldigen Ende zu bringen.

Sollte ich jetzt pikiert sein, daß der Kollege tatsächlich hofft, mich bei einer für ihn derart ungünstigen Beweislage zu einem Vergleich bringen zu können?

Ich habe mich für „belustigt“ entschieden 🙂

RA Müller

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2 Kommentare

  1. Tja, vielleicht dachte der Herr ja, dass die Einigungsgebühr Ihnen diesen Vorschlag doch ganz annehmbar erscheinen lassen könnte. Es soll Anwälte geben, die für diese Gebührenerhöhung jeden Müll abnicken. Ihnen sind mit Sicherheit auch einige bekannt.
    MfG


    • Mir ist ein zufriedener Mandant, der auch beim nächsten Problem gerne wiederkommt, lieber 🙂



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