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In die Vollen gegriffen

Juli 2, 2013

In den Augen des Gegner müssen Dollar-Zeichen Euro-Zeichen geglänzt haben. So unterbreitete er außergerichtlich über seinen Anwalt den „entgegenkommenden“ Vorschlag, daß die Mandanten zur Erledigung der Angelegenheit rund 80.000,- € an ihn zahlen sollten. Für den Fall, daß die Mandanten sich hierauf nicht einließen, drohte er an, ohne weitere Ankündigung Klage einreichen zu werden.

Die Sache gab diesen Betrag nicht einmal annähernd her. Die Mandanten zahlten nicht und der Gegner reichte Klage ein.

Die Vorstellungen des Gegners waren indes bei Abfassung der Klageschrift deutlich näher an die Realität gerückt, war doch der erhobene Anspruch von 80.000,- € auf den unmerklich geringeren Betrag von knapp 12.000,- € geschrumpft.

Das hinderte den Gegner aus unerfindlichen Gründen indes nicht daran, seine Rechtsanwaltskosten weiterhin nach dem Betrag von 80.000,- € geltend zu machen. Zumindest gedanklich haftete er wohl noch an dem höheren Betrag.

Gelandet ist der Kläger nun gerade einmal bei 6.000,- €. Gut, daß die Mandanten das „entgegenkommende“ Angebot nicht angenommen hatten…

RA Müller

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