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Doppelt hält besser?

Oktober 4, 2013

Zu meinem Beitrag von Mittwoch darf ich noch eine Ergänzung nachreichen:

Wie angegeben war meinem Mandanten in erster Instanz trotz erheblicher Verständigungsschwierigkeiten kein Dolmetscher zur Seite gestellt worden. Für die zweite Instanz beantragte ich also die Bestellung eines Dolmetschers für die türkische Sprache.

Im ersten Hauptverhandlungstermin sollte allein mein Mandant angehört werden. Das Gericht zog gleichwohl zwei Dolmeterscher hinzu, einen Dolmetscher wie beantragt für die türkische Sprache, einen für die kurdische Sprache. Erläuternd teilte das Gericht mit, daß man sicher gehen wollte, daß ein passender Dolmetscher zur Verfügung stehe, falls der Angeklagte sich doch besser auf Kurdisch als auf Türkisch verständigen könne.

Diese Gelegenheit nutzten beide Dolmetscher, um darauf hinzuweisen, daß sie doch beide Dolmetscher für Türkisch und Kurdisch seien…

In 1. Instanz bekommt mein Mandant also keinen Dolmetscher, in 2. Instanz gleich zwei. Da ist es nur gut, daß die Staatskasse die Dolmetscherkosten trägt, so daß ich für meinen Mandanten keine Einwände gegen die doppelten Kosten erheben muß.

RA Müller

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