h1

Ad infinitum

Oktober 30, 2013

Bis ins Unendliche ziehen sich Verhandlungen in Strafsachen zwar nicht hin. Bisweilen läßt sich indes nur schwer kalkulieren, welchen Zeitraum man sich als Strafverteidiger im Terminkalender für einzelne Verhandlungen blockieren sollte.

Kürzlich begann die Hauptverhandlung in einer Strafsache um 09:00 Uhr morgens. Es waren lediglich die zwei Hauptbelastungszeugen sowie zwei Zeugen, die nur wenig zum Tatvorwurf sagen konnten, zu befragen. Daneben sollte eine Gutachterin die Aussagen der Hauptbelastungszeugen bewerten.

Ich hatte damit gerechnet, daß die Verhandlung sich bis in den frühen Nachmittag ziehen könnte.

In der Hauptverhandlung machten dann beide Angeklagten von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Einer der Hauptbelastungszeugen tätigte ebenfalls keine Aussage. Über einen wesentlichen Teil der Anklagevorwürfe mußte aufgrund einer im Termin erfolgten Einstellung sodann nicht mehr abschließend befunden werden. Der Umfang der Beweisaufnahme war also deutlich beschränkter als anzunehmen gewesen war.

Verhandelt haben wir bis 18:25 Uhr.

Alle Beteiligten haben dabei trotz der langen Verhandlungsdauer die Geduld und Sorgfalt aufgewiesen, nicht zur unsachgemäßen Eile zu drängen und sich umfassend mit der Sache zu befassen.

RA Müller

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: