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„Streitwert? Sage ich nicht!“

Oktober 31, 2013

In einem selbständigen Beweisverfahren bittet das Gericht den Anwalt des Antragstellers um Mitteilung, von welchem Streitwert dieser ausgeht.

Man könnte nun meinen, daß der Kollege dem nachkommt, schließlich richten sich auch seine Gebühren nach dem Streitwert, so daß er selbst ein Interesse an dessen Festsetzung haben sollte.

Statt dessen poltert der Kollege los:

Die Antragsschrift enthalte „exakt zwei Zahlen“. Wenn das Gericht den Streitwert wissen wolle, so möge es „eine der vier Grundrechenarten“ auf diese Zahlen anwenden. Eine Angabe zum Streitwert werde daher von seiner Seite aus nicht erfolgen.

Hoffen wir, daß das Gericht sich nicht in der Grundrechenart vergreift…

RA Müller

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2 Kommentare

  1. Wenn der Kollege auf der Gegenseite seine Brötchen verdient, dann ist das doch ein vielversprechender Auftakt. Ich kann mir jedenfalls kein Szenario vorstellen, in dem das Anpinkeln des Richterbeins in einer Zivilsache dem eigenen Antrag dienlich sein könnte – obwohl, vielleicht wird ja grade der Grundstein für einen begründeten Befangenheitsantrag gelegt…


    • Ich habe mich auch gefragt, was der Kollege mit diesem Verhalten bezwecken wollte. Zugunsten seines Mandanten wird es sich kaum auswirken.



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