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„Ich habe eine Versicherung, darf sie aber nicht nennen“

Dezember 2, 2013

Ich hatte vor einiger Zeit bereits von einem Fall berichtet, in dem sich ein Haftpflichtversicherer (unzutreffend) auf Datenschutz berufen hatte, wobei er eigentlich nur stieselig sein und keine Auskunft erteilen wollte.

„Datenschutz“ darf ohnehin gerne als Ausrede herhalten, so auch in folgendem Fall:

Meine Mandantin war von einem Hund gebissen worden. Ich hatte mich also an die Hundehalterin gewandt und dem Grunde nach Schmerzensgeld geltend gemacht. Dabei hatte ich darauf verwiesen, daß sie ihren Tierhalterhaftpflichtversicherer informieren möge. Gerne könne sie mir auch den Versicherer nebst Versicherungsscheinnummer benennen, damit ich mich direkt an diesen wenden kann.

Erwiderung der Hundehalterin:

Ich habe zur Kenntnis genommen, daß Sie von mir Geld für den Hundebiß haben wollen. Über meine Versicherung darf ich Sie aus Datenschutzgründen nicht informieren.

*sigh*

RA Müller

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6 Kommentare

  1. Ich habe eine Versicherung. Aber wenn ich Ihnen den Namen nenne, muss ich Sie nach den Versicherungsbedingungen töten….


  2. Was erwarten Sie? Entweder hat die Gegenseite keine Versicherung (wahrscheinlich) oder sie hat hinreichend Bekanntschaft mit Versicherungen. Im zweiten Fall ist sie indoktriniert der Gegenseite keine Auskünfte zu geben, weil die Versicherung ihr auch keine Auskünfte gibt. 🙂 Im Übrigen ist das Verhalten der Gegenseite gar nicht SOOO doof. Im Zweifelsfall sollte man als Naturalpartei die Sache nicht mit dem gegnerischen Anwalt kommunizieren.


    • Gerade vor letzterem Hintergrund sollte sie zumindest ihren Versicherer – sofern pflichtgemäß eine Versicherung abgeschlossen wurde – informieren. Soll der Versicherer sich dann eben direkt bei mir melden.


      • Wer seine Versicherung nicht nennt, wird eben selbst verklagt — so einfach ist das.


        • Der Versuch, die Versicherung der Hundehalterin zu verklagen, würde auch in die Hose gehen…


          • Außergerichtlich korrespondiere ich lieber mit einem Versicherer als mit der „Mein-Hund-würde-so-etwas-nie-tun-Hundehalterin“. 😉



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