h1

Die Odyssee einer Hausratsverteilung

Januar 8, 2014

Die Ehefrau (F) des Mandanten zog aus, nahm Teile des „Hausrats“ ungefragt mit und erstellte eine kleine Liste mit weiteren Gegenstände, die sie herausverlangte. Der Mandant (M) konnte einige der Gegenstände finden und war bereit, sie auszuhändigen. Die restlichen Gegenstände konnte er nicht auffinden.

Erster Anlauf:

F weigert sich, die nicht aufzufindenden Gegenstände selbst herauszusuchen. Sie werde das Haus nie wieder betreten. Die gefundenen Gegenstände könne M beim Nachbarn unterstellen. Dieser sei informiert. Sie werde die Gegenstände später dort abholen.

M wandte sich also wie aufgetragen an den Nachbarn, der indes nicht wollte, daß bei ihm Gegenstände untergestellt werden. Mit der ganzen Sache wolle er nichts zu tun haben.

Also zweiter Anlauf:

Nun behauptete F, daß die Gegenstände bei einer (näher bezeichneten) Einrichtung abgegeben werden könnten. Es sei alles abgesprochen worden. Vorsorglich rief ich für meinen Mandanten bei der besagten Einrichtung an. Man teilte mir mit, von einer solchen Vereinbarung nichts zu wissen und die Gegenstände nicht annehmen zu werden.

Uuund der dritte Anlauf:

Die hierüber informierte Gegenseite  setzte sich jetzt wohl in Kontakt mit besagter Einrichtung, jedenfalls war man dort nun doch bereit, Hausratsgegenstände bei sich unterzustellen. Parallel erhielt mein Mandant von F ein Schreiben nebst vielseitiger Auflistung, welche anderen Gegenstände sie zusätzlich herausverlangte. Nach überschlägiger Durchsicht handelte es sich um sämtliche Gegenstände des Hausrats, an die sich F erinnerte (einschließlich der im Eigentum des Mandanten stehenden Gegenstände).

Mein Mandant stellt lediglich jene Gegenstände aus der Liste, die er herauszugeben gedachte, zusammen und wollte diese zu der gewünschten Einrichtung bringen. Als man dort von der Menge des zu übergebenden Hausrats erfuhr, rudert man allerdings wieder zurück. So viel sei das? Das sei so nicht mit der F abgesprochen worden. Man werde nun doch gar nichts bei sich unterstellen lassen.

Es folgte ein überraschendes Schreiben der Gegenseite, wonach man auf die Herausgabe fast aller Gegenstände verzichtete. Die wenigen verbleibenden Gegenstände konnten unproblematisch übergeben werden.

Jetzt nur schnell weg mit dem restlichen Schrott Hausrat, bevor F es sich wieder einmal anders überlegt…

RA Müller

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: