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Ein großzügiger Versicherer?

April 14, 2014

Die Mandantin hatte einen Unfallschaden erlitten. Ihr Kraftfahrzeug hatte schon einige Jahre auf dem Buckel und das Heck war massiv eingedrückt worden, so daß offensichtlich ein Totalschaden eingetreten war. Ein Gutachten wollte die Mandantin nicht einholen und hatte sich stattdessen erkundigt, welchen Wert vergleichbare Fahrzeuge aufwiesen.

In Absprache mit der Mandantin hatte ich daraufhin dem gegnerischen Versicherer mitgeteilt, von einem Restwert von 50,- € und einem Wiederbeschaffungswert von 900,- € ausgehen. Summa sumarum waren also 850,- € durch den Versicherer zu zahlen. Ich hatte dem Versicherer obendrein noch Lichtbilder des beschädigten Kfz und eine Kopie der Zulassungsbescheinigung übersandt.

Für den Fall, daß diese Berechnung angezweifelt werden würde, hatte ich die Einholung eines Sachverständigengutachtens in Aussicht gestellt.

Das Erwiderungsschreiben des Versicherers will … nun sagen wir einmal „überraschend“ aus: „Der Fahrzeugschaden wird nach einem nachgewiesenen Wiederbeschaffungswert von 1.100,- € ausgeglichen. Ein Gutachten ist nicht erforderlich.“ Entsprechend leistete der Versicherer nach Abzug des Restwerts einen Betrag von 1.050,- € und erstattete die durch meine Beauftragung entstandenen Kosten.

Handelt es sich um ein Versehen des Sachbearbeiters? Oder hat der Versicherer die Schätzung der Mandantin überprüfen lassen, hierdurch einen höheren Wert ermittelt und diesen freundlicherweise nicht für sich behalten?

Wir werden es wohl nie erfahren…

RA Müller

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