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Wieso denn bloß?

April 17, 2014

Bisweilen möchte man als Verteidiger in die Tischkante beißen. In dem gegen den Mandanten geführten Strafverfahren sah die Aktenlage nicht gut aus. An dem Vorwurf, der im Raum stand, war nicht zu rütteln, so daß die Verteidigung auf die Strafzumessung ausgerichtet war. Da der Tatvorwurf allerdings aus einer privaten Auseinandersetzung zwischen dem Mandanten und der Anzeigeerstatterin resultierte, zeigten sich Gericht und Staatsanwaltschaft in der Hauptverhandlung bereit, das Verfahren gegen Zahlung einer eher geringen Geldauflage einzustellen.

Der Mandant war hiermit nicht nur einverstanden, sondern war auch sichtlich erleichtert, zumal ihm bei einer Verurteilung neben einer Geldstrafe auch die Verhängung eines Fahrverbots gedroht hatte.

Einige Monate später erhielt ich eine ernüchternde Mitteilung durch das Gericht: Der Mandant hatte die Geldauflage nicht bezahlt, so daß das Verfahren fortgesetzt werden mußte.

Irgendwie verfahren, dieses Verfahren.

RA Müller

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4 Kommentare

  1. Man steckt in manchen Mandanten einfach nicht drin …


  2. Nö, er brauchte die Kohle für den erst jetzt entdeckten Entlastungszeugen, der ihm in der nächsten Verhandlung den sicheren Freispruch bringen wird. 😉

    P.S. + OT: Der Kollege in der Blogroll heißt Hoenig.


    • Danke, korrigiert und die Gelegenheit genutzt, die Links zu aktualisieren 😉


  3. Genau, Carsten R. Hoenig, das Ö nimmt er öbel 😉



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