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Szenen aus dem Gerichtssaal XXXVI: „Trinkgewohnheiten“

April 29, 2014

Es war zu einer Schlägerei gekommen, zu deren Ablauf in einem Strafverfahren nun ein Zeuge angehört werden sollte. In der Akte befand sich eine andere Aussage, die dem noch nicht einmal 20 Jahre alten Zeugen unterstellte, seinerzeit bereits eine halbe Flasche Vodka geleert zu haben. Da diese Trinkmenge bereits ausreichen kann, einen Wert von mehr als zwei Promille zu verursachen, war also von einer nicht eben geringen Alkoholisierung des Zeugen auszugehen.

Der mit dieser angeblichen Trinkmenge konfrontierte Zeuge reagierte mit einer Mischung aus Erstaunen und Entrüstung.

Nur eine halbe Flasche Vodka solle er getrunken haben? Das könne doch gar nicht sein und entspreche auch ganz und gar nicht seinen Gewohnheiten. Der Vorfall habe sich schließlich gegen Mitternacht zugetragen und er sei an dem Abend schon eine Zeit „auf Tour“ gewesen. Da habe er sicherlich deutlich mehr Alkohol konsumiert.

Na dann: Prost!

RA Müller

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