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Terminsverlegung auf Umwegen

Juni 23, 2014

In einer Strafsache, in der das Verfahren aufgrund der Verhinderung des Verteidigers eines Mitangeklagten und anschließender Erkrankung des Richters nach zwei Verhandlungstagen „geplatzt“ war, mußte ein neuer Termin gefunden werden.

Das Gericht setzte den Termin ohne vorherige Abstimmung mit den beteiligten Verteidigern auf einen Tag an, an dem ich eigentlich bereits einen anderen Termin wahrzunehmen hatte. Auf mein Ansinnen, den Termin zu verlegen, reagierte das Gericht etwas ungehalten. Es handele sich um den einzigen Termin, der dem Gericht bis zum Herbst zur Verfügung stehe. Auch handele es sich um das älteste Verfahren in dem Dezernat des Richters, so daß es bei dem Termin in jedem Fall bleiben solle. Eine Verlegung komme aus Sicht des Gerichts derzeit nicht in Betracht.

Da es auf andere Weise gelang, die Terminkollision zu entschärfen, ließ ich mich hierauf ein.

Als nun der Termin vor der Tür stand, teilte mein Mandant mir mit, daß er erkrankt war. Der behandelnde Arzt, der meinen Mandanten zuhause aufsuchen mußte, bestätigte das Bestehen von Reiseunfähigkeit.

Ich zeige mich gespannt, wann das Gericht den nächsten Termin anberaumen wird.

RA Müller

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2 Kommentare

  1. Ich tippe auf den St . Nimmerleinstag.


    • Wenn es danach geht, wie „gerne“ das Gericht die Sache verhandelt, wäre das vermutlich noch zu früh 😉



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